
Versorgungstyp | Ungefähre Preisspanne |
|---|---|
Add paragraph text. Click “Edit Text” to update the font, size and more. To change and reuse text themes, go to Site Styles.
Knochenaufbau vor dem Zahnimplantat

Dr. med. dent. Meike Knott
13. Juni 2026
Lesezeit: 10 Min.
Warum braucht ein Implantat manchmal erst einen Knochenaufbau?
Ein Zahnimplantat braucht ausreichend festen Kieferknochen, um sicher und dauerhaft einzuwachsen. Fehlt nach Zahnverlust, Parodontitis oder langem Prothesentragen zu viel Knochen, schaffen wir mit einem Knochenaufbau zunächst ein stabiles Fundament.
Der Eingriff kann unter verschieden starken Betäubungsmethoden stattfinden, die Einheilung des aufgebauten Knochens dauert je nach Methode und Umfang etwa drei bis sechs Monate.
In manchen Fällen lassen sich Knochenaufbau und Implantat in einer einzigen Sitzung kombinieren – ob das für Sie möglich ist, klären wir in unserer Praxis in Ingolstadt anhand einer detaillierten Untersuchung.
Ablauf, Dauer und Kosten verständlich erklärt
Vielleicht haben Sie bei uns oder bei einem anderen Zahnarzt das Wort „Knochenaufbau" gehört – und sich danach gefragt, was das eigentlich bedeutet und warum es nötig ist. Vielleicht halten Sie auch einen Heil- und Kostenplan in der Hand, auf dem ein „Sinuslift" oder eine „Augmentation" steht, und möchten verstehen, was sich dahinter verbirgt.
Dieser Beitrag erklärt Ihnen in Ruhe, wann ein Knochenaufbau notwendig ist, wie er abläuft, wie lange er dauert und womit Sie bei den Kosten rechnen müssen. Unser Ziel ist, dass Sie nach dem Lesen ein klares Bild haben und Ihre Behandlung sicher und informiert planen können.
Warum bildet sich der Kieferknochen überhaupt zurück?
Der Kieferknochen ist kein starres Gerüst, sondern lebendiges Gewebe, das auf Belastung angewiesen ist. Die Zahnwurzel überträgt beim Kauen Druck auf den Knochen und hält ihn dadurch in Form – ein bisschen wie ein Muskel, der nur durch Bewegung kräftig bleibt. [1]
Fehlt ein Zahn, fällt dieser Reiz weg. Der Knochen an dieser Stelle beginnt sich zurückzubilden, und dieser Prozess setzt bereits wenige Monate nach dem Zahnverlust ein. Auch eine länger getragene Prothese, eine durchgemachte Parodontitis oder einfach der natürliche Alterungsprozess können dazu führen, dass an der gewünschten Implantatstelle nicht mehr genügend Knochen vorhanden ist.
Der Eingriff gehört heute zu den Routineverfahren der Implantologie und hat eine hohe Erfolgsquote. [2]
Woher wissen wir, ob Sie einen Knochenaufbau brauchen?
Am Anfang steht immer eine genaue Diagnostik. Mit einer dreidimensionalen Untersuchung können wir Höhe, Breite und Qualität Ihres Kieferknochens millimetergenau beurteilen. Erst dadurch lässt sich zuverlässig sagen, ob der vorhandene Knochen für ein Implantat ausreicht oder ob – und wenn ja, wo genau – aufgebaut werden muss.
Diese Planung ist entscheidend, denn sie bestimmt die schonendste mögliche Methode für Ihren individuellen Fall.
Welche Methoden des Knochenaufbaus gibt es?
Welches Verfahren infrage kommt, hängt davon ab, wie viel Knochen fehlt und an welcher Stelle im Kiefer. Hier die wichtigsten Methoden im Überblick:
Socket Preservation (Erhalt des Zahnfachs). Wird ein Zahn gezogen und ist später ein Implantat geplant, können wir das leere Zahnfach direkt mit Knochenersatzmaterial auffüllen. So beugen wir dem Knochenabbau vor, bevor er entsteht – die eleganteste Variante, weil sie einen späteren größeren Aufbau oft ganz vermeidet.
Sinuslift (Knochenaufbau im Oberkiefer-Seitenzahnbereich). Im hinteren Oberkiefer liegt die Kieferhöhle. Ist der Knochen dort zu niedrig, heben wir den Boden der Kieferhöhle behutsam an und füllen den entstehenden Raum mit Aufbaumaterial. Beim internen Sinuslift geschieht das minimalinvasiv über den späteren Implantatkanal – ein kleiner, schonender Eingriff. Beim externen Sinuslift wird bei stärkerem Knochenmangel ein seitlicher Zugang geschaffen; dieser Eingriff ist etwas umfangreicher.
Guided Bone Regeneration (gesteuerte Knochenregeneration). Hier wird das Aufbaumaterial mit einer Membran abgedeckt, die wie eine Schutzhülle dafür sorgt, dass an dieser Stelle gezielt Knochen und nicht schneller wachsendes Weichgewebe entsteht. [3]
Knochenblock-Transplantation. Bei größeren Defekten kann körpereigener Knochen – etwa aus einem anderen Kieferbereich – als kleiner Block an die benötigte Stelle verlagert werden. Diese aufwendigere Methode setzen wir nur dann ein, wenn der Umfang es erfordert.
Als Aufbaumaterial kommen je nach Situation körpereigener Knochen, hochwertige Knochenersatzmaterialien oder eine Kombination zum Einsatz. Ergänzend nutzen viele Praxen Eigenblut-Verfahren (PRF), bei denen körpereigene Wachstumsfaktoren die Heilung unterstützen. [4]
Wie läuft der Eingriff ab?
Der Ablauf folgt in der Regel diesen Schritten:
Zuerst die dreidimensionale Untersuchung, bei der wir die Methode und das Material festlegen. Dann der eigentliche Knochenaufbau, der ambulant unter der Betäubungsmethode Ihrer Wahl stattfindet – dabei haben Sie in unserem Haus unter anderem die Möglichkeit zur Lachgas- und Analgosedierung (Dämmerschlaf).
Anschließend folgt die Einheilphase, in der Ihr Körper das eingebrachte Material in den eigenen Knochen integriert. Ist der Knochen stabil verheilt, wird das Implantat gesetzt, das seinerseits einige Monate einheilt, bevor der endgültige Zahnersatz befestigt wird.
Ein wichtiger Punkt, der oft für Verwirrung sorgt, ist der Unterschied zwischen einzeitigem und zweizeitigem Vorgehen:
Beim einzeitigen Verfahren erfolgen Knochenaufbau und Implantation in einem einzigen Eingriff. Das ist möglich, wenn der nötige Aufbau überschaubar ist, und verkürzt die Gesamtbehandlung spürbar.
Beim zweizeitigen Verfahren lassen wir den aufgebauten Knochen erst vollständig einheilen und setzen das Implantat danach in einem zweiten Schritt. Das ist bei größerem Knochenmangel der sicherere Weg.
Welche Variante für Sie infrage kommt, entscheidet sich anhand Ihres Befunds – beides hat seine Berechtigung, und wir wählen den Weg, der für Ihre Situation am stabilsten und schonendsten ist.
Wie lange dauert das Ganze?
Das ist verständlicherweise eine der häufigsten Fragen, denn sie betrifft Ihren Alltag direkt. Eine ehrliche Antwort lautet: Es hängt vom Umfang ab.
Bei einem kleinen Aufbau, der gemeinsam mit dem Implantat erfolgt, bewegt sich die Einheilung in einem ähnlichen Rahmen wie bei einer Implantation ohne Aufbau.
Bei einem mittleren bis größeren Aufbau – etwa einem externen Sinuslift oder einem Knochenblock – sollten Sie für die Einheilung des Knochens etwa drei bis sechs Monate einplanen, bevor das Implantat gesetzt oder belastet werden kann. Danach folgt die normale Einheilzeit des Implantats.
Insgesamt kann sich die Gesamtbehandlung dadurch über mehrere Monate erstrecken. Das klingt zunächst nach einer langen Zeit – wichtig ist aber: Während dieser Phase sind Sie nicht ohne Versorgung. Wie Ihre Übergangslösung aussieht, besprechen wir vorab, damit Sie zu keinem Zeitpunkt mit einer sichtbaren Lücke leben müssen.
Ist ein Knochenaufbau schmerzhaft?
In den Tagen danach kann es, wie nach jedem zahnärztlich-chirurgischen Eingriff, zu einer Schwellung oder einem Druckgefühl kommen. Diese Beschwerden lassen sich mit den üblichen Schmerzmitteln gut kontrollieren und klingen in der Regel rasch ab.
Gerade bei den minimalinvasiven Verfahren wie dem internen Sinuslift sind die Beschwerden meist gering. Nach einem Sinuslift gilt für einige Zeit eine einfache Regel: nicht kräftig schnäuzen und den Bereich nicht unnötig belasten, damit das Aufbaumaterial in Ruhe einheilen kann. Sie erhalten von uns konkrete Verhaltenshinweise für die Zeit nach dem Eingriff.
Was kostet ein Knochenaufbau?
Eine pauschale Zahl wäre an dieser Stelle unseriös, weil die Kosten stark vom Einzelfall abhängen. Maßgeblich sind vor allem drei Faktoren: wie viel Knochen fehlt, welche Methode zum Einsatz kommt und welches Aufbaumaterial verwendet wird. Ein kleiner interner Sinuslift liegt in einem ganz anderen Rahmen als ein großflächiger externer Sinuslift mit Knochenblock.
Wichtig zu wissen: Der Knochenaufbau ist bei Implantaten in aller Regel eine private Leistung, die nicht vom gesetzlichen Festzuschuss für den Zahnersatz abgedeckt ist. Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung haben, lohnt sich ein Blick in die Bedingungen – viele Tarife beteiligen sich an Implantat- und Aufbaukosten.
Damit Sie volle Klarheit haben, erstellen wir Ihnen vor jeder Behandlung einen detaillierten Heil- und Kostenplan. Darin ist jede Position einzeln aufgeführt, und wir gehen ihn gemeinsam mit Ihnen durch, sodass keine Frage offenbleibt. Falls Sie bereits einen Plan einer anderen Praxis vorliegen haben, schauen wir gern mit Ihnen darüber und ordnen die einzelnen Positionen für Sie ein.
Lohnt sich der Aufwand?
Diese Frage stellen sich viele Patientinnen und Patienten – und sie ist berechtigt. Der Knochenaufbau bedeutet einen zusätzlichen Schritt, Zeit und Kosten. Aus unserer Sicht ist er jedoch eine Investition in das Fundament: Ein Implantat ist nur so stabil und langlebig wie der Knochen, in dem es sitzt. [5] Ein sorgfältig aufgebautes, gesundes Knochenlager ist die beste Voraussetzung dafür, dass Ihr Implantat über viele Jahre fest und sicher hält.
Hinzu kommt ein oft übersehener Vorteil: Ein Implantat überträgt – anders als eine herkömmliche Prothese – wieder Kaukräfte auf den Knochen und hilft so, ihn langfristig zu erhalten. Der Aufbau schafft also nicht nur die Basis für heute, sondern wirkt dem weiteren Knochenabbau für die Zukunft entgegen.
Ihr nächster Schritt
Ob in Ihrem Fall überhaupt ein Knochenaufbau nötig ist – und wenn ja, welche schonende Methode infrage kommt –, lässt sich erst nach einer genauen Untersuchung sicher beurteilen. Oft ist der Aufwand geringer als befürchtet.
Lassen Sie uns gemeinsam in Ruhe klären, wie Ihre Versorgung konkret ablaufen kann. In einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis in Ingolstadt nehmen wir uns Zeit für Ihren Befund, Ihre Fragen und Ihre Wünsche – verständlich, transparent und ohne Druck.
Lassen Sie Ihren Heil- und Kostenplan unverbindlich von uns einordnen – wir erklären Ihnen jede Position verständlich.
Häufige Fragen zum Knochenaufbau
Je nach Methode und Umfang dauert die Einheilung des aufgebauten Knochens in der Regel etwa drei bis sechs Monate. Bei kleineren Aufbauten, die gemeinsam mit dem Implantat erfolgen, kann die Gesamtzeit kürzer ausfallen.
Bei überschaubarem Knochenmangel ist ein einzeitiges Vorgehen möglich, bei dem Aufbau und Implantation in einer Sitzung erfolgen. Bei größerem Aufbau wird das Implantat aus Sicherheitsgründen erst nach der Einheilung gesetzt.
Der Eingriff kann unter verschiedenen Betäubungsmöglichkeiten durchgeführt werden die sich auf Ihr persönliches Schmerzempfinden anpassen lassen, dass ermöglicht es und Ihnen die Behandlung weitgehend schmerzfrei zu gestalten. Danach kann es zu einer Schwellung oder einem Druckgefühl kommen, das sich mit üblichen Schmerzmitteln gut behandeln lässt und meist rasch abklingt.
Der Knochenaufbau für ein Implantat ist in der Regel eine private Leistung und nicht im gesetzlichen Festzuschuss enthalten. Eine Zahnzusatzversicherung kann sich je nach Tarif an den Kosten beteiligen.
Ein Sinuslift ist ein Knochenaufbau im hinteren Oberkiefer, bei dem der Boden der Kieferhöhle angehoben und der Raum mit Aufbaumaterial gefüllt wird. Der interne Sinuslift ist die schonende, minimalinvasive Variante.
Knochenaufbau vor dem Zahnimplantat

Dr. med. dent. Meike Knott
13. Juni 2026
Lesezeit: 10 Min.
Warum braucht ein Implantat manchmal erst einen Knochenaufbau?
Ein Zahnimplantat braucht ausreichend festen Kieferknochen, um sicher und dauerhaft einzuwachsen. Fehlt nach Zahnverlust, Parodontitis oder langem Prothesentragen zu viel Knochen, schaffen wir mit einem Knochenaufbau zunächst ein stabiles Fundament.
Der Eingriff kann unter verschieden starken Betäubungsmethoden stattfinden, die Einheilung des aufgebauten Knochens dauert je nach Methode und Umfang etwa drei bis sechs Monate.
In manchen Fällen lassen sich Knochenaufbau und Implantat in einer einzigen Sitzung kombinieren – ob das für Sie möglich ist, klären wir in unserer Praxis in Ingolstadt anhand einer detaillierten Untersuchung.
Ablauf, Dauer und Kosten verständlich erklärt
Vielleicht haben Sie bei uns oder bei einem anderen Zahnarzt das Wort „Knochenaufbau" gehört – und sich danach gefragt, was das eigentlich bedeutet und warum es nötig ist. Vielleicht halten Sie auch einen Heil- und Kostenplan in der Hand, auf dem ein „Sinuslift" oder eine „Augmentation" steht, und möchten verstehen, was sich dahinter verbirgt.
Dieser Beitrag erklärt Ihnen in Ruhe, wann ein Knochenaufbau notwendig ist, wie er abläuft, wie lange er dauert und womit Sie bei den Kosten rechnen müssen. Unser Ziel ist, dass Sie nach dem Lesen ein klares Bild haben und Ihre Behandlung sicher und informiert planen können.
Warum bildet sich der Kieferknochen überhaupt zurück?
Der Kieferknochen ist kein starres Gerüst, sondern lebendiges Gewebe, das auf Belastung angewiesen ist. Die Zahnwurzel überträgt beim Kauen Druck auf den Knochen und hält ihn dadurch in Form – ein bisschen wie ein Muskel, der nur durch Bewegung kräftig bleibt. [1]
Fehlt ein Zahn, fällt dieser Reiz weg. Der Knochen an dieser Stelle beginnt sich zurückzubilden, und dieser Prozess setzt bereits wenige Monate nach dem Zahnverlust ein. Auch eine länger getragene Prothese, eine durchgemachte Parodontitis oder einfach der natürliche Alterungsprozess können dazu führen, dass an der gewünschten Implantatstelle nicht mehr genügend Knochen vorhanden ist.
Der Eingriff gehört heute zu den Routineverfahren der Implantologie und hat eine hohe Erfolgsquote. [2]
Woher wissen wir, ob Sie einen Knochenaufbau brauchen?
Am Anfang steht immer eine genaue Diagnostik. Mit einer dreidimensionalen Untersuchung können wir Höhe, Breite und Qualität Ihres Kieferknochens millimetergenau beurteilen. Erst dadurch lässt sich zuverlässig sagen, ob der vorhandene Knochen für ein Implantat ausreicht oder ob – und wenn ja, wo genau – aufgebaut werden muss.
Diese Planung ist entscheidend, denn sie bestimmt die schonendste mögliche Methode für Ihren individuellen Fall.
Welche Methoden des Knochenaufbaus gibt es?
Welches Verfahren infrage kommt, hängt davon ab, wie viel Knochen fehlt und an welcher Stelle im Kiefer. Hier die wichtigsten Methoden im Überblick:
Socket Preservation (Erhalt des Zahnfachs). Wird ein Zahn gezogen und ist später ein Implantat geplant, können wir das leere Zahnfach direkt mit Knochenersatzmaterial auffüllen. So beugen wir dem Knochenabbau vor, bevor er entsteht – die eleganteste Variante, weil sie einen späteren größeren Aufbau oft ganz vermeidet.
Sinuslift (Knochenaufbau im Oberkiefer-Seitenzahnbereich). Im hinteren Oberkiefer liegt die Kieferhöhle. Ist der Knochen dort zu niedrig, heben wir den Boden der Kieferhöhle behutsam an und füllen den entstehenden Raum mit Aufbaumaterial. Beim internen Sinuslift geschieht das minimalinvasiv über den späteren Implantatkanal – ein kleiner, schonender Eingriff. Beim externen Sinuslift wird bei stärkerem Knochenmangel ein seitlicher Zugang geschaffen; dieser Eingriff ist etwas umfangreicher.
Guided Bone Regeneration (gesteuerte Knochenregeneration). Hier wird das Aufbaumaterial mit einer Membran abgedeckt, die wie eine Schutzhülle dafür sorgt, dass an dieser Stelle gezielt Knochen und nicht schneller wachsendes Weichgewebe entsteht. [3]
Knochenblock-Transplantation. Bei größeren Defekten kann körpereigener Knochen – etwa aus einem anderen Kieferbereich – als kleiner Block an die benötigte Stelle verlagert werden. Diese aufwendigere Methode setzen wir nur dann ein, wenn der Umfang es erfordert.
Als Aufbaumaterial kommen je nach Situation körpereigener Knochen, hochwertige Knochenersatzmaterialien oder eine Kombination zum Einsatz. Ergänzend nutzen viele Praxen Eigenblut-Verfahren (PRF), bei denen körpereigene Wachstumsfaktoren die Heilung unterstützen. [4]
Wie läuft der Eingriff ab?
Der Ablauf folgt in der Regel diesen Schritten:
Zuerst die dreidimensionale Untersuchung, bei der wir die Methode und das Material festlegen. Dann der eigentliche Knochenaufbau, der ambulant unter der Betäubungsmethode Ihrer Wahl stattfindet – dabei haben Sie in unserem Haus unter anderem die Möglichkeit zur Lachgas- und Analgosedierung (Dämmerschlaf).
Anschließend folgt die Einheilphase, in der Ihr Körper das eingebrachte Material in den eigenen Knochen integriert. Ist der Knochen stabil verheilt, wird das Implantat gesetzt, das seinerseits einige Monate einheilt, bevor der endgültige Zahnersatz befestigt wird.
Ein wichtiger Punkt, der oft für Verwirrung sorgt, ist der Unterschied zwischen einzeitigem und zweizeitigem Vorgehen:
Beim einzeitigen Verfahren erfolgen Knochenaufbau und Implantation in einem einzigen Eingriff. Das ist möglich, wenn der nötige Aufbau überschaubar ist, und verkürzt die Gesamtbehandlung spürbar.
Beim zweizeitigen Verfahren lassen wir den aufgebauten Knochen erst vollständig einheilen und setzen das Implantat danach in einem zweiten Schritt. Das ist bei größerem Knochenmangel der sicherere Weg.
Welche Variante für Sie infrage kommt, entscheidet sich anhand Ihres Befunds – beides hat seine Berechtigung, und wir wählen den Weg, der für Ihre Situation am stabilsten und schonendsten ist.
Wie lange dauert das Ganze?
Das ist verständlicherweise eine der häufigsten Fragen, denn sie betrifft Ihren Alltag direkt. Eine ehrliche Antwort lautet: Es hängt vom Umfang ab.
Bei einem kleinen Aufbau, der gemeinsam mit dem Implantat erfolgt, bewegt sich die Einheilung in einem ähnlichen Rahmen wie bei einer Implantation ohne Aufbau.
Bei einem mittleren bis größeren Aufbau – etwa einem externen Sinuslift oder einem Knochenblock – sollten Sie für die Einheilung des Knochens etwa drei bis sechs Monate einplanen, bevor das Implantat gesetzt oder belastet werden kann. Danach folgt die normale Einheilzeit des Implantats.
Insgesamt kann sich die Gesamtbehandlung dadurch über mehrere Monate erstrecken. Das klingt zunächst nach einer langen Zeit – wichtig ist aber: Während dieser Phase sind Sie nicht ohne Versorgung. Wie Ihre Übergangslösung aussieht, besprechen wir vorab, damit Sie zu keinem Zeitpunkt mit einer sichtbaren Lücke leben müssen.
Ist ein Knochenaufbau schmerzhaft?
In den Tagen danach kann es, wie nach jedem zahnärztlich-chirurgischen Eingriff, zu einer Schwellung oder einem Druckgefühl kommen. Diese Beschwerden lassen sich mit den üblichen Schmerzmitteln gut kontrollieren und klingen in der Regel rasch ab.
Gerade bei den minimalinvasiven Verfahren wie dem internen Sinuslift sind die Beschwerden meist gering. Nach einem Sinuslift gilt für einige Zeit eine einfache Regel: nicht kräftig schnäuzen und den Bereich nicht unnötig belasten, damit das Aufbaumaterial in Ruhe einheilen kann. Sie erhalten von uns konkrete Verhaltenshinweise für die Zeit nach dem Eingriff.
Was kostet ein Knochenaufbau?
Eine pauschale Zahl wäre an dieser Stelle unseriös, weil die Kosten stark vom Einzelfall abhängen. Maßgeblich sind vor allem drei Faktoren: wie viel Knochen fehlt, welche Methode zum Einsatz kommt und welches Aufbaumaterial verwendet wird. Ein kleiner interner Sinuslift liegt in einem ganz anderen Rahmen als ein großflächiger externer Sinuslift mit Knochenblock.
Wichtig zu wissen: Der Knochenaufbau ist bei Implantaten in aller Regel eine private Leistung, die nicht vom gesetzlichen Festzuschuss für den Zahnersatz abgedeckt ist. Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung haben, lohnt sich ein Blick in die Bedingungen – viele Tarife beteiligen sich an Implantat- und Aufbaukosten.
Damit Sie volle Klarheit haben, erstellen wir Ihnen vor jeder Behandlung einen detaillierten Heil- und Kostenplan. Darin ist jede Position einzeln aufgeführt, und wir gehen ihn gemeinsam mit Ihnen durch, sodass keine Frage offenbleibt. Falls Sie bereits einen Plan einer anderen Praxis vorliegen haben, schauen wir gern mit Ihnen darüber und ordnen die einzelnen Positionen für Sie ein.
Lohnt sich der Aufwand?
Diese Frage stellen sich viele Patientinnen und Patienten – und sie ist berechtigt. Der Knochenaufbau bedeutet einen zusätzlichen Schritt, Zeit und Kosten. Aus unserer Sicht ist er jedoch eine Investition in das Fundament: Ein Implantat ist nur so stabil und langlebig wie der Knochen, in dem es sitzt. [5] Ein sorgfältig aufgebautes, gesundes Knochenlager ist die beste Voraussetzung dafür, dass Ihr Implantat über viele Jahre fest und sicher hält.
Hinzu kommt ein oft übersehener Vorteil: Ein Implantat überträgt – anders als eine herkömmliche Prothese – wieder Kaukräfte auf den Knochen und hilft so, ihn langfristig zu erhalten. Der Aufbau schafft also nicht nur die Basis für heute, sondern wirkt dem weiteren Knochenabbau für die Zukunft entgegen.
Ihr nächster Schritt
Ob in Ihrem Fall überhaupt ein Knochenaufbau nötig ist – und wenn ja, welche schonende Methode infrage kommt –, lässt sich erst nach einer genauen Untersuchung sicher beurteilen. Oft ist der Aufwand geringer als befürchtet.
Lassen Sie uns gemeinsam in Ruhe klären, wie Ihre Versorgung konkret ablaufen kann. In einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis in Ingolstadt nehmen wir uns Zeit für Ihren Befund, Ihre Fragen und Ihre Wünsche – verständlich, transparent und ohne Druck.
Lassen Sie Ihren Heil- und Kostenplan unverbindlich von uns einordnen – wir erklären Ihnen jede Position verständlich.
Häufige Fragen zum Knochenaufbau
Je nach Methode und Umfang dauert die Einheilung des aufgebauten Knochens in der Regel etwa drei bis sechs Monate. Bei kleineren Aufbauten, die gemeinsam mit dem Implantat erfolgen, kann die Gesamtzeit kürzer ausfallen.
Bei überschaubarem Knochenmangel ist ein einzeitiges Vorgehen möglich, bei dem Aufbau und Implantation in einer Sitzung erfolgen. Bei größerem Aufbau wird das Implantat aus Sicherheitsgründen erst nach der Einheilung gesetzt.
Der Eingriff kann unter verschiedenen Betäubungsmöglichkeiten durchgeführt werden die sich auf Ihr persönliches Schmerzempfinden anpassen lassen, dass ermöglicht es uns Ihnen die Behandlung weitgehend schmerzfrei zu gestalten. Danach kann es zu einer Schwellung oder einem Druckgefühl kommen, das sich mit üblichen Schmerzmitteln gut behandeln lässt und meist rasch abklingt.
Der Knochenaufbau für ein Implantat ist in der Regel eine private Leistung und nicht im gesetzlichen Festzuschuss enthalten. Eine Zahnzusatzversicherung kann sich je nach Tarif an den Kosten beteiligen.
Ein Sinuslift ist ein Knochenaufbau im hinteren Oberkiefer, bei dem der Boden der Kieferhöhle angehoben und der Raum mit Aufbaumaterial gefüllt wird. Der interne Sinuslift ist die schonende, minimalinvasive Variante.

.png)